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Die Ursprünge des Baptisteriums, eines der ältesten
architektonischen Monumente von Florenz, sind bis heute
nicht mit völliger Sicherheit datierbar. Im Mittelalter
hielt man das Bauwerk für einen heidnischen Tempel aus
der Zeit des Augustus, der dem Marskult geweiht war.
Sein stark geometrisches Aussehen, das sich in der Ornamentik
in weißem und grünem Marmor aus Prato fortsetzt, gründet
in der geglückten Kombination zwischen romanischer und
urchristlicher Architektur aus dem 11. bis 13. Jh.
Die
Skulpturen und Tiefreliefs an der Außenseite über den
Toren und auf den Torflügeln selbst zählen zu den bedeutendsten
Gesamtwerken der Toskana: Die Portale aus vergoldeter
Bronze sind Andrea Pisano (1336, heutiges Südtor) bzw.
Lorenzo Ghiberti (1427 und 1452, Tore nach Norden und
Osten) zu verdanken. Letzteres Tor, das auch unter dem
Namen „del Paradiso“ (Paradiestür) bekannt
ist, stellt einen der größten Erfolge des Bildhauers dar,
der hier spätgotische rhythmische Eleganz mit einer gelungenen
Wiederaufnahme der klassischen Harmonien vereint. Das
Original wurde zur Restaurierung entfernt und durch eine
Kopie ersetzt
Derzeit
befinden sich einige restaurierte Kassetten im Museo
dell´ Opera del Duomo (Museum der Werke des Doms). Die
Marmorgruppen über den Toren sind von Francesco Rustici
(1474 - 1554, „Predica del Battista“ - Predigt
des Täufers), von Vincenzo Danti (1530 - 1576, „Decollazione
del Battista“ - Enthauptung des Täufers), und
von Andrea Sansovino („Il Battesimo di Cristo“
- Taufe Christi, letzteres Werk als Kopie, da das Original
nach der Restaurierung im Museum ausgestellt wird).Im
Inneren treten neben dem Fußboden in Intarsien- oder
Einlegetechnik (Ende des 12. bis Beginn des 13. Jh.)
die großen Mosaiken an der Decke und der Apsis hervor,
alle auf Goldgrund und zwischen 1266 und dem frühen
14. Jh. von Künstlern mit byzantinischer Ausbildung
aus Venedig ausgeführt, zu denen die robusteren toskanischen
Künstler hinzukamen, wie etwa Meliore, Coppo di Marcovaldo
und vor allem Cimabue (urkundlich nachweisbar 1272 -
1302), der Meister Giottos.
Hier
bewundert werden können noch einige kostbare Bildhauerwerke
wie das von Donatello und Michelozzo entworfene Grab
von Giovanni XXIII., dem Gegenpapst, der 1426 in Florenz
starb; die außergewöhnliche, asketische Holzskulptur
der „Maddalena“ von Donatello, die einst
hier aufgestellt war, befindet sich heute im Museum
der Werke des Doms. |
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