Baptisterium von Florenz

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Deckenansicht - Mosaik 12. Jh
DIE ORIGINALTAFELN DER PARADIESTÜR VON LORENZO GHIBERTI
         
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1. Adam und Eva
2. Kain und Abel
3. Noah
4. Abraham und Isaak
5. Esau und Jacob
6. Joseph und Benjamin
7. Moses und die zehn Gebote
8. Der Untergang von Jericho
9. David und Goliath
10. Salomon und Königin von Saba
Lorenzo Ghiberti - Selbsportrait
 
 

 

Die Ursprünge des Baptisteriums, eines der ältesten architektonischen Monumente von Florenz, sind bis heute nicht mit völliger Sicherheit datierbar. Im Mittelalter hielt man das Bauwerk für einen heidnischen Tempel aus der Zeit des Augustus, der dem Marskult geweiht war. Sein stark geometrisches Aussehen, das sich in der Ornamentik in weißem und grünem Marmor aus Prato fortsetzt, gründet in der geglückten Kombination zwischen romanischer und urchristlicher Architektur aus dem 11. bis 13. Jh.
Die Skulpturen und Tiefreliefs an der Außenseite über den Toren und auf den Torflügeln selbst zählen zu den bedeutendsten Gesamtwerken der Toskana: Die Portale aus vergoldeter Bronze sind Andrea Pisano (1336, heutiges Südtor) bzw. Lorenzo Ghiberti (1427 und 1452, Tore nach Norden und Osten) zu verdanken. Letzteres Tor, das auch unter dem Namen „del Paradiso“ (Paradiestür) bekannt ist, stellt einen der größten Erfolge des Bildhauers dar, der hier spätgotische rhythmische Eleganz mit einer gelungenen Wiederaufnahme der klassischen Harmonien vereint. Das Original wurde zur Restaurierung entfernt und durch eine Kopie ersetzt

Derzeit befinden sich einige restaurierte Kassetten im Museo dell´ Opera del Duomo (Museum der Werke des Doms). Die Marmorgruppen über den Toren sind von Francesco Rustici (1474 - 1554, „Predica del Battista“ - Predigt des Täufers), von Vincenzo Danti (1530 - 1576, „Decollazione del Battista“ - Enthauptung des Täufers), und von Andrea Sansovino („Il Battesimo di Cristo“ - Taufe Christi, letzteres Werk als Kopie, da das Original nach der Restaurierung im Museum ausgestellt wird).Im Inneren treten neben dem Fußboden in Intarsien- oder Einlegetechnik (Ende des 12. bis Beginn des 13. Jh.) die großen Mosaiken an der Decke und der Apsis hervor, alle auf Goldgrund und zwischen 1266 und dem frühen 14. Jh. von Künstlern mit byzantinischer Ausbildung aus Venedig ausgeführt, zu denen die robusteren toskanischen Künstler hinzukamen, wie etwa Meliore, Coppo di Marcovaldo und vor allem Cimabue (urkundlich nachweisbar 1272 - 1302), der Meister Giottos.

Hier bewundert werden können noch einige kostbare Bildhauerwerke wie das von Donatello und Michelozzo entworfene Grab von Giovanni XXIII., dem Gegenpapst, der 1426 in Florenz starb; die außergewöhnliche, asketische Holzskulptur der „Maddalena“ von Donatello, die einst hier aufgestellt war, befindet sich heute im Museum der Werke des Doms.

 

 
Baptisterium
 
Deckenansicht - Mosaik 12. Jh. - Detail
 
Die Paradistür von Ghiberti, 1435 - 1452
Die Originalreliefs befinden sich heute im
Museo dell' Opera del Duomo.
 

Reliefs des Südportals von Andrea da Pontedera (Pisano) - 1336
HISTORIEN VON JOHANNES DEM TÄUFER&lt
Forttragen des Körpers

Rieliefs des Nordportals, erste Tür von Ghiberti
- 1424 -
HISTORIEN AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Vertreibung der Händler aus dem Tempel - Disput mit den Ärzten
 
Römischer Sarkopharg
Marmortafel mit Darstellung des Tierkreises ausdem 9. Jh., die das Grab des Heerführers und AstrologenStrozzo Strozzi abdeckte - am Tag der Sommersonnenwende fiel durch die Lanterne ein
Sonnenstrahl genau auf die Grabplatte.
 
Taufbecken frontal
Interne Detail
 
Das originale Marmorarrangement über der Paradiestürvon Andrea Sansovino
DIE TAUFE CHRISTI
Diese Statuen befanden sich über die Paradistür, Museo dell' Opera del Duomo
Vincenzo Danti 1569-71
ENTHAUPTUNG DES TÄUFERS
Diese Statuen befanden sich über dem Südportal
Aktuell angezeigte in Museo dell'Opera del Duomo
 
Die Abse
Donatello und Michelozzo
Grab des Gegenpapstes Johannes XXIII
 
Giovan Francesco Rustici
DER HL. JOHANNES DES TÄUFER PREDIGT ZU EINEM PHARISÄER UND EINEM LEVITEN
Diese Statuen befanden sich über dem Nordportal,heute im Baptisterium.
 
 
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