Diese Galerie hat ihren Sitz in der „Palazzina
della Meridiana“ im Palazzo Pitti, einem Gebäude,
dessen Bau unter dem Großherzog Pietro Leopoldo im Jahre
1776 begonnen und 1840 fertiggestellt wurde, und das
den Dynastien, die die Toskana nacheinander beherrschten,
und dem Hause Savoyen bis 1946 als Wohnsitz diente.
Die lothringisch-savoyischen Räume beherbergen Ausstellungen
der Sammlungen historischer Kostüme und Accessoirs,
die in den angebauten Depots aufbewahrt werden. Zeitlich
erstrecken sich diese Sammlungen vom 18. Jh. bis zur
Gegenwart, doch die Restaurierung der Totengewänder
des Großherzogs Cosimo I. de' Medici, von Eleonora di
Toledo und deren Sohn Don Garzia hat das Museum auch
um überaus seltene Exemplare aus dem 16. Jh. bereichert.
In den Sälen, die mit klimatisierten Vitrinen ausgestattet
sind, werden die Kleider im Zweijahresrhythmus ausgestellt,
womit bezweckt wird, die Entwicklung der Mode anhand
eines didaktischen Durchgangs vorzustellen; einige andere
Räume, darunter der Ballsaal, sind hingegen temporären
Ausstellungen vorbehalten. Das Rotationsprinzip, wonach
sämtliche ausgestellten Kostüme alle 2 Jahre ausgewechselt
werden, ist zum einen aus Gründen der Erhaltung erforderlich,
zum anderen allerdings auch, um die in den Magazinen
aufbewahrten Bestände zur Schau zu stellen, die hauptsächlich
aus Schenkungen stammen.
Zu den Sammlungen gehört auch eine Gruppe von etwa 90
Theaterkostümen aus der Schneiderei Tirelli, die zusammen
mit einer beachtlichen Zahl von historischen Kleidungsstücken
von Umberto Tirelli gestiftet wurden. Ebenfalls im Innern
der „Palazzina della Meridiana“ und an die
Galerie angrenzend, befindet sich eine Werkstatt für
Textilrestauration. |