Überaus interessant ist seine architektonische Struktur,
ein bedeutendes Beispiel einer bürgerlichen Wohnung
des 14. Jh., das den Übergang von dem Turmhaus des Mittelalters
und dem Renaissancegebäude markiert. An der Frontseite
befindet sich ebenerdig eine Loggia mit 3 Arkaden, die
heute geschlossen ist, früher jedoch offen war und als
Werkstatt benutzt wurde sowie ein Atlan aus dem 16.
Jh., der den ursprünglichen Zinnenkranz ersetzt.
Das Bauwerk, mit einem Kellergeschoß und, im Erdgeschoß,
einem eindrucksvollen Innenhof, von dem aus man zur
Treppe in Stein und Holz mit Strebebögen gelangt, welche
zu den 4 oberen Etagen aufsteigt, weist von der 1. bis
zur 3. Etage die gleiche Raumaufteilung auf, die sich
jeweils gliedert in den „Salone madornale“ (gewaltiger
Saal), der für große Versammlungen vorgesehen war, in
die Speisezimmer, die Schlafzimmer, die „agiamenti“
(Behaglichkeitszimmer) genannten Toiletten, welche den
für damals seltenen Komfort eines herrschaftlichen Wohnsitzes
belegen. Alle Zimmer sind mit Fußböden aus dem hier
typischen „Cotti“ (Backsteinplatten) ausgelegt und haben
Decken aus zum Teil bemalten Holz; die Wände einiger
Säle sind mit Fresken geschmückt, deren Motive gängig
sind für die Wanddekoration des Florentiner Hauses des
14. Jh., mit der Darstellung von Vorhängen und Wappen,
so beispielsweise die „sala dei Pappagalli“ (Papageiensaal)
und eine „Camera“ (Zimmer) mit Szenen aus der Legende
der Schloßherrin von Vergi.
Die heutige Ausstattung des Museums rekonstruiert das
Aussehen eines alten Florentiner Wohnhauses, mit seiner
Einrichtung und dem Hausrat aus dem 14. bis 19. Jh.
In den Schlafzimmern kann man die Wäschetruhen und Wiegen
bewundern, während man im riesigen Salon in der 1. Etage
einen seltenen „armadio dipinto“ (bemalten Schrank)
aus der Gegend Sienas des 16. Jh. findet, ein Gemälde
auf Holz, das „Il gioco del Civettino“ (Spiel des Käuzchens)
darstellt, von Giovanni di Ser Giovanni genannt der
„Scheggia“ (Splitter) des 15. Jh., sowie eine Marmorbüste
eines „Fanciullo“ (Knaben) von Antonio Rossellino, ebenfalls
aus dem 15. Jh.
Es sei auch auf die kostbaren Keramiksammlungen aus
dem Altertum hingewiesen und auf die Handwärmer aus
dem 18. Jh. in Form kleiner Schuhe. Ein sehr wichtiges
Dokument für die Geschichte der Familie und des Gebäudes
ist der „Albero genealogico“ (Stammbaum) der Davanzati,
von einem anonymen toskanischen Maler des 17. Jh.; während
der Staat erst vor kurzem eine seltene Sitztruhe bzw.
ein Thronbettchen aus Holz aufgekauft hat, mit intarsierter
Front und Rückenlehne, ein Werk aus dem tosko-umbrischen
Raum, das auf das letzte Viertel des 15. Jh. datiert
werden kann.
In der 3. Etage des Gebäudes, in der Küche, sind Ausstattungs-
und Haushaltsgegenstände des täglichen Gebrauchs ausgestellt,
ebenso wie vorwiegend den Frauen vorbehaltene Arbeitsgeräte
wie der Webstuhl, die Schermaschine, das Spinnrad, welche
eine Einsicht in das Leben bieten, das sich in einem
damaligen Haus abspielte.
Das Museum bewahrt ferner eine wertvolle Sammlung von
Spitzen aus dem 16.-20. Jh. sowie von „imparaticci“
bwz. „samplers“ (Stickmustertüchern).
MEDIEVAL SOAP OPERA:
THE STORY OF THE CHATELAINE OF VIERGY
The adventures of the Burgundy Chatelaine and of William Cavalier (the Knight), their thwarted love, the jaleous and cruel love of the "Duchess of Burgundy" quickly enteres all foreign literatures. The story of the Dame de Virgy was translated in English, German, Dutch but it was in Italy that became incredibly famous.
THE STORY
The duke of Burgundy goes hunting and his wife the Duchess invites to the castle William Cavalier for palying chess. She tries to seduce him but in vain because he is secretly in love with the Chatelaine de Virgy (look at the first scenes of the fresco).
The duchess, refused by the young knight, is very offended and when her husband comes back she accuses the knight of having tried to seduce her. The Duke convenes William who, to prove his innocence, invites him to observe them when alone with the Duchess and pretends to be in love with her.
The very angry Duke would like to punish his wife but she not only manages to calm him down, going to bed with him (you actually see the topless Duchess in bed with him!) but she even manages to be told whom William is in love with!
The wicked woman organises a big party for all the very important people of the region and during it she tells everyone that the Chatelaine and William Cavalier are lovers.
For shame the Chatelaine kills herself with a sword. William does the same, seeing his beloved dead and the Duke punishes the Duchess slashing her throat. |