Uffizien
Galleria degli Uffizi
Uffizien Grundriß
Anklicken um Bild zu vergrößern
 
Verkündigung an Maria
Anklicken um Bild zu vergrößern
     
 

Das Gebäude, in dem die Galerie der Uffizien ihren Sitz hat, wurde Mitte des 16. Jh von dem Architekten Giorgio Vasari (1511-1574) erbaut, in einer Zeit also, in der Cosimo I. de Medici, Großherzog der Toskana, auch auf bürokratischer Ebene seine neue Herrschaft konsolidierte. Ursprünglich waren die Räume für die “Uffici” delle magistrature (Büros der Richterämter) bestimmt, daher auch der Name. Doch von Anfang an hielten die Medici, leidenschaftliche Kunstsammler und Mäzene, einige Säle in der obersten Etage des Gebäudes für die besten Stücke ihrer zahlreichen Sammlungen frei, welche zwei Jahrhunderte später, dank der Großzügigkeit von Anna Maria Luisa, der letzen Erbin der Dynastie, zu öffentlichen und unveräußerlichen Gütern wurden.

Das Museum umfaßt derzeit die Säle in der dritten Etage des Gebäudes, in welchen in chronologischer Folge Gemälde aus dem 13. bis 18. Jh ausgestellt sind, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Werken der italienischen Renaissance, welche die kostbarste und bekannteste Gruppe der Uffizien bilden; doch sind auch bedeutende Abschnitte der ausländischen (deutschen, flämischen, niederländischen und französischen) Malerei vertreten.

Neben den Gemälden sind in den drei Museumsfluren, deren Decken mit Fresken von Grotesken aus dem 16. bis 18. Jh bemalt sind, auch eine bedeutende Sammlung von Skulpturen aus der Römerzeit ausgestellt (Porträits, Kaiser, Gottheiten).

Im Erdgeschoß sind die Reste der alten romanischen Kirche San Piero Scheraggio zu sehen, die für den Bau der Uffizien teilweise von Vasari zerstört wurde; in der zweiten Etage befindet sich das Kabinett Disegni e Stampe (Zeichnungen und Drucke), wo eine der bedeutendsten Sammlungen der Welt zu bewundern ist, die ebenfalls von einem Medici begonnen wurde, dem Kardinal Leopoldo, im 17. Jh.

Folgt man in der Etage der Galerie dem vorgegebenen Pfad durch die Museumssäle, so trifft man gleich zu Beginn auf die großen Altartafeln von Cimabue, Giotto, Duccio di Buoninsegna, den ersten großartigen Belegen der abendländischen Malerei, gefolgt von den Werken der großen Siener des 14. Jh, Simone Martini und die Brüder Piero und Ambrogio Lorenzetti sowie von der kraftvollen Schule Giottos. Es folgen dann die Grundwerke der internationalen Kunst der Gotik: l’Adorazione dei Magi (Anbetung der Hl. Drei Könige) von Gentile da Fabriano und jene von Lorenzo Monaco, die den vielleicht repräsentativsten Sälen des Museums vorausgehen, welche der Frührenaissance gewidmet sind: Hier sind die Werke von Masaccio, Paolo Uccello, Domenico Veneziano, Piero della Francesca, Beato Angelico zusammengefaßt, gefolgt von den eleganten Madonnen von Filippo Lippi, den wertvollen Gemälden der Brüder Piero und Antonio del Pollaiolo, und schließlich von den mythologischen Allegorien mit ihren stark religiös geprägten Themen von Sandro Boticelli. Von diesem Künstler besitzt die Galerie eine Sammlung der weltweit bedeutendsten Werke, darunter die Nascita di Venere (Geburt der Venus), La Primavera (Frühling) , die Madonne del Magnificat und della Melagrana (mit dem Granatapfel). Weiter fÙhrt der Weg zu Perugino, Signorelli, Piero di Cosimo und Leonardo da Vinci; von letzterem kann man neben der „Battesimo di Cristo“ (Taufe Christi), die in Zusammenarbeit mit dem Meister Verrocchio entstand, auch die gro¤e „Adorazione dei Magi“ (Anbetung der hl. drei Kùnige) sowie das FrÙhwerk „Annunciazione“ (VerkÙndung) bewundern. Die darauffolgenden S¹le (von Nr. 18 bis Nr. 23.) sind die ¹ltesten des Museums. Insbesondere die „Tribuna“ (TribÙne) verdient ein kurzes Verweilen, damit man die Kostbarkeit des gro¤en Schreins erfassen kann, in dem ursprÙnglich die wertvollsten StÙcke aufbewahrt wurden. Heute enth¹lt er unter anderem eine Reihe von Portraits der Medici von Agnolo Bronzino, sowie die berÙhmteste alte Skulptur des Museums, die „Venere dei Medici“ (Venus der Medici).

In den n¹chsten kleinen S¹len, die einst als „Armeria“ (Zeughaus) dienten, setzt sich der Pfad der Renaissance wieder fort, uns zwar sowohl mit italienischen Werken von Bellini, Giorgione, Mantegna und Correggio, als auch mit ausl¹ndischen Gem¹lden von DÙrer, Cranach, Memling. Geht man zu den S¹len auf der Westseite der Galerie Ùber, trifft man auf gro¤e Meisterwerke des 16. Jh., ausgehend vom „Tondo Doni“ von Michelangelo, Ùber die „Madonna del cardellino“ (Madonna mit Distelfink) von Raffaello, zur „Venere di Urbino“ (Venus von Urbino) und zur Flora von Tiziano. Reichhaltig ist auch der Abschnitt der gro¤en Vertreter des Manierismus, von Pontormo Ùber Rosso, Fiorentino und Bronzino bis hin zu Parmigianino („Madonna dal collo lungo“ - Madonna mit dem langen Halse) und zu den gro¤en venezianischen Meistern Sebastian del Piombo, Veronese, Tintoretto und zu jenen aus der Lombardei wie Savoldo und Moroni.

Bis noch vor kurzer Zeit schlo¤ der Besuch der „Galleria“ mit Werken des 17. Jh. der italienischen (Caravaggio, Carracci) und holl¹ndischen Schule (Rembrandt) ab; doch in den vergangenen Jahren wurden in den letzten Abschnitten des Museums umfangreiche Restaurationsarbeiten durchgefÙhrt, die zum Teil mit dem Bombenattentat von 1993 ihren Ausgang nahmen, doch auch im Vorausblick auf die Ausdehnung der Galerie auf die unteren Etagen des Geb¹udes, in denen bis vor einigen Jahren das Staatsarchiv untergebracht war. Das Projekt dieser „Neuen Uffizien", mit dessen Umsetzung bereits begonnen wurde, sieht eine gro¤angelegte Umgestaltung des derzeitigen Aussehens der Galerie vor, mit der Verdoppelung der Ausstellungsr¹ume, was nicht nur eine bessere Ausbreitung der heute zu konzentriert angeordneten Werke zul¹¤t, sondern auch die Ausstellung zus¹tzlicher Gem¹lde ermùglicht, die bisher in den Magazinen ruhten, oder sogar ganzer Sammlungen, wie die „Contini Bonacossi“, die aufgrund des Raumproblems bereits an anderen Orten ausgestellt sind.

Die Besichtigung der Galerie kùnnte theoretisch in einem anderen Abschnitt fortgesetzt werden, n¹mlich in dem berÙhmten „Corridoio Vasariano“, einem Korridor, der wie der Name verr¹t von Vasari im Jahre 1565 erbaut wurde. Dieser verbindet auf der einen Seite die Uffizien mit dem Palazzo Vecchio und fÙhrt auf der anderen Ùber Ponte Vecchio zum anderen Arnoufer, wo er im Palazzo Pitti und dem Park Giardino di Boboli endet. Der Korridor wurde in jÙngster Zeit nach dem Attentat restauriert und verfÙgt Ùber mehr als 700 Werke, von denen der Gro¤teil aus der berÙhmten Sammlung von Selbstportraits besteht (von Andrea del Sarto bis hin zu Marc Chagall).

 
 
Die Uffizien
Uffizien
Korridor an der Uferseite
Giotto
Madonna auf dem Thron
Anklicken um Bild zu vergrößern
Pietro Lorenzetti
Madonna mit Kind
Anklicken um Bild zu vergrößern
   
Sandro Botticelli
Die Geburt der Venus

Anklicken um Bild zu vergrößern
Filippo Lippi
Madonna mit Kind und Engeln
Anklicken um Bild zu vergrößern
Sandro Botticelli
Der Frühling
Anklicken um Bild zu vergrößern
Tiziano
Venus von Urbino
Anklicken um Bild zu vergrößern
Tiziano
Flora
Anklicken um Bild zu vergrößern
Sandro Botticelli
Madonna des Magnificat

Anklicken um Bild zu vergrößern
Bronzino
Eleonora von Toledo

Anklicken um Bild zu vergrößern
Rosso Fiorentino
Musizierender Engel

Anklicken um Bild zu vergrößern
Caravaggio
Medusa

Anklicken um Bild zu vergrößern
Michelangelo
Tondo Doni
Die Heilige Familie
Anklicken um Bild zu vergrößern
Leonardo da Vinci - Taufe Christi zusammen mit Andrea del Verrocchio
Anklicken um Bild zu vergrößern
Leonardo da Vinci
Leda und der Schwan

Anklicken um Bild zu vergrößern
   
 
info@verstecktetoskana.com
Die Versteckte Toskana * Bettina Röhrig * Logebachstr. 5 * D-53639 Königswinter * Deutschland
Diese Seite in del.icio.us speichern