Seitlich der Fassade der Kirche Santo
Spirito öffnet sich eine der letzten Ausführungen von
Filippo Brunelleschi, die beim Tode des Architekten
(1446) unvollendet blieb, der Zugang zu dem alten Abendmahlsaal
der Augustiner, einem geräumigen, mit Balkendachstuhl
überdachten Saal, der zu dem ältesten Kern des angeschlossenen
Klosters gehört (14. Jh).
Die hintere Wand des geräumigen Refektoriums dekoriert
ein großes Fresko, das Andrea Orcagna zugeschrieben
wird und eine Crocefissione (Kreuzigung) darstellt;
an der Unterseite der Wand sind Reste einer schwer beschädigten
Ultima Cena (Letztes Abendmahl) zu sehen.
Seit 1946 ist in diesem Raum eine hauptsächlich aus
Skulpturen bestehende Sammlung untergebracht, die der
Stadt Florenz in jenem Jahr von dem neapolitanischen
Antiquitätenhändler Salvatore Romano vermacht wurde.
Zu den kostbaren Stücken zählen: ein Angelo (Engel)
von Tino di Camaino (1280 - ca. 1337), eine Madonna,
die Jacopo della Quercia zugeordnet wird (1371 - ca.
1430), Donatello zurgeordnete architektonische Fragmente
des Altars des Heiligen in Padova sowie Überreste aus
byzantinischer und vorromnischer Zeit. |